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  Archiv und Fälscherwerkstatt
Das Kloster Pfäfers und sein Umgang mit Schriftgut
 
Jakob Kuratli Hüeblin
 
Archiv und Fälscherwerkstatt, 6.3 KB Ausgehend vom so genannten Pfäferser Marchen- und Jurisdiktionsstreit (1729-1742), in dem die Echtheit der klösterlichen Urkunden vom eidgenössischen Stand Zürich erstmals angezweifelt wurde, untersucht die Arbeit die schriftliche Rechtstradition des Klosters Pfäfers seit dem frühen Mittelalter. Dabei beleuchtet sie die jeweils aktuellen Kommunikationszusammenhänge, die zur Herstellung von neuem, aber auch zur Neudeutung von bereits bestehendem Schriftgut geführt haben. Sie zeigt, wie solche situationsbedingte Entstehungs- und Deutungsprozesse auch die künftigen Verwendungs- und Interpretationsmöglichkeiten des Pfäferser Schriftguts beeinflusst haben - mit Auswirkungen bis auf die moderne Geschichtsschreibung.
Im Laufe seiner Geschichte musste das Kloster Pfäfers die eigene Überlieferung immer wieder den geänderten sozialen und politischen Rahmenbedingungen anpassen. Der Rückgriff auf bestehende Rechtstitel erwies sich dabei jedoch schon seit Anbruch der Neuzeit als schwierig, da die mittelalterliche Rechtstradition des Klosters den geänderten Rechtsauffassungen und insbesondere den formalen Anforderungen an die Rechtsverbindlichkeit von Dokumenten nicht mehr genügte. Gerade die Analyse der Pfäferser Kopialbücher, die seit dem Ende des 16. Jahrhunderts zur Behauptung der klösterlichen Ansprüche angelegt wurden, führt die Defizite der traditionellen Rechtsüberlieferung der Abtei vor Augen und trägt dabei viel zum Verständnis der Pfäferser Fälschungen, die diese Defizite ausräumen sollten, bei.
 
Bibliographische Angaben:
216 Seiten, 10 Abbildungen.
Format 20,5 x 28,5 cm, gebunden, Schutzumschlag.

Preis: 48.00 CHF
    43.60 Euro
 
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